Denke ich oder sorge ich mich?

„Jetzt gibt es kein Problem!“

Problemlos leben- ist das überhaupt möglich?

Jeder kennt, hatte sie schon mal oder hat sie gerade: Probleme 

Aber haben wir Probleme,  weil sie wirklich da sind oder weil wir dazu neigen zu viel nachdenken? Sind wir nicht ein Stück weit unsere Gedanken?

Irgendwie schon. Wenn wir an etwas Schönes denken, sind wir glücklich. Und wenn man sich Gedanken über Probleme macht, sind wir besorgt- logisch. Passend dazu ein Zitat von Mark Aurel:

„Unser Leben ist das Produkt unsere Gedanken.“

An gestern denken, an Situationen vor 5 Jahren, an morgen, an nächste Woche und an die nächsten 50 Jahren. Das ist nichts Neues. Regelmäßiges planen, kontrollieren und nachdenken mehrmals  am Tag- für viele Alltag. Es stört nicht direkt, weil es einfach in den Alltag integriert wird und „normal“ ist.

Aber würde der Tag nicht  noch schöner ohne all diese Gedanken an gestern oder morgen sein?

Denn genau diese mit sorgen gefüllten Gedanken führen dazu, dass wir uns selbst mit Problemen beladen und Probleme zuweisen. Kann man das vermeiden und tatsächlich sorglos leben? Und warum ist das eigentlich so? 

-> Angst

Warum denken wir nicht erst über Probleme  nach, wenn es soweit ist? Wir PLANEN Lösungen für mögliche Probleme oder machen uns SORGEN über mögliche Ereignisse, die eintreten könnten.

Klar ist unser Verstand  ja auch dafür da nachzudenken- allerdings eher  konstruktiv!

Aber er wird eben oftmals falsch eingesetzt, sodass wir uns darin verlieren und nichts anderes mehr als Sorgen  oder Ängste haben- der sollte man besser sagen „kreieren“?

Natürlich macht man sich Gedanken über die Rente, die nächste Bezahlung der Versicherung oder über das morgige Bewerbungsgespräch bei dem es um einen super Job geht. Und auch Gedanken über tatsächlich eingetretene Probleme muss man sich machen- aber eben keine Sorgen!

Zwischen Gedanken machen und sich Sorgen machen liegt ein großer Unterschied. Sich Gedanken zu machen geht eher in die produktive Richtung- wenn der Verstand „RICHTIG“ eingesetzt wird. Sich Sorgen machen läuft oft unbewusst ab, wird durch Angst impliziert, indem man nicht den Verstand benutzt, sondern von ihm benutzt wird.

Während man sich sorgt, geht man viel mehr von möglichen Folgen aus wie  z.B. Was ist, wenn das Bewerbungsgespräch morgen nicht gut läuft, werde ich dann jemals irgendwo eine Job bekommen? Um es herunter zu brechen: Anstatt sich auf das Gespräch vorzubereiten, sorgt man sich eher hinsichtlich der Zukunft.

Die Ursachen und Folgen der Sorgen sind eigentlich nur Ängste. Und genau daran hängt man sich auf. Oft unbewusst. An Ängsten, die man zu Problemen macht. Obwohl es gar keinen Grund gibt, sich JETZT Sorgen zu machen.

IMG_8897Man sollte sich Gedanken über das machen, was gerade wirklich ist.

Oftmals benutzen nicht WIR den Verstand, sondern der Verstand benutzt UNS. Und genau darin besteht das Problem. Benutze ihn, setze ihn ein, wenn du ihn wirklich brauchst und lass dich nicht benutzen, um Probleme zu kreieren!

Solange der Verstand aus ist und nicht für tatsächliche relevante Zwecke  gebraucht wird und man wirklich nicht aktiv DENKT, genieße das JETZT- ohne diese „Stimme“ im Hintergrund, die dir Gedanken zuwirft und Probleme kreiert, die es eigentlich gar nicht gibt! Lass ihn weg. Sei einfach da. Denk nicht nach – und ja, das ist möglich! Es ist möglich, das jetzt zu fühlen und nicht an gestern oder morgen zu denken, indem man einfach ist. Nimm wahr. Das, was du hörst oder sieht, das, was ist.

Lerne das gestern zu vergessen und das morgen zu ignorieren. Natürlich muss man sich  Gedanken über das morgen machen, aber nur , wenn es um etwas geht, was ist- und erst, wenn wirklich soweit ist und drittens: frei von Ängsten.

Schwerelos – losgelöst von der Zeit, von Vergangenheit und Zukunft, von dem dich kontrollierendem Verstand, und von allen daraus resultierenden Problemen.

Eckhart Tolle stellte seinen Zuhören bei einem seiner Vorträge eine Frage, die ich einfach mal so stehen lasse: „Gibt es JETZT ein Problem?“

Lerne JETZT zu leben.Im JETZT gibt es keine Problem, weil es keinen dich kontrollierenden Verstand gibt, der in der Zeit- wie Vergangenheit oder Zukunft- hängt.

1 Kommentar zu „Denke ich oder sorge ich mich?

  1. Toller Artikel! Auch ich gehöre zu jenen, die sich im Leben über alles zu jederzeit Gedanken macht. Vielleicht hast du Lust, auf meinem Blog vorbeizuschauen. Der Artikel „Overthinkin“ passt gut zu diesem Thema. 🙂 Ich freue mich über deinen Besuch.

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