Darf ich mir Hilfe holen? Und wenn ja, wie viel?

Es gibt zwei Arten von Menschen, die sich in entgegengesetzte Positionen hinsichtlich der Frage nach Hilfe bewegen.

  1. „Ich DARF mir keine Hilfe holen, ich muss das alles alleine schaffen.“

Falsch. JEDER Mensch ist auf Hilfe angewiesen. Ohne gegenseitige Hilfe, ohne das miteinander kann der Mensch gar nicht überleben.

Wir können ja mal ganz klein anfangen: Ich überquere eine stark befahrene Kreuzung. Was steht an den meisten Kreuzungen? Richtig- eine Ampel. Selbst die Ampel ist eine Hilfe, um den Straßenverkehr zu kontrollieren. Wir nehmen immer wieder Hilfe an, auch wenn wir uns dessen gar nicht bewusst sind.

Gehen wir mal in Richtung Bekanntenkreis: Ich möchte ein neues Sofa aus dem Möbelhaus in mein Wohnzimmer transportieren. Das Möbelhaus bietet aber keinen Lieferservice an und ich habe kein Auto. Ein Bekannter von mir bietet seinen Transporter bedingungslos an. Perfekt, oder? Ich nehme das Angebot an und bin dankbar.

Nächste Stufe- näheres Umfeld: Ich habe Probleme dabei, meinen Job, meine Motivation und meine Lebenseinstellung zu verändern. Meine beste Freundin merkt es und bietet mir an, über alles zu sprechen (= Hilfe). Warum also nicht annehmen?

Jetzt werden wir mal aktiv: Keiner merkt, dass ich Hilfe bei der Überquerung einer Straße, bei einem Transport und  in meiner emotionalen Lebenslage benötige. Darf ich nach Hilfe fragen, auch wenn sie mir nicht angeboten wurde? NATÜRLICH. Woher sollen Menschen wissen, dass Du Hilfe benötigst. Klar, manche kriegen gewisse Situation, Gespräche oder Ähnliches mit und kommen auf dich zu. Genauso aber kannst auch Du auf Menschen zu gehen. Oder hast du dir schon mal was „komisches“ dabei gedacht, als du um Hilfe gebeten worden bist?

Ich denke, man ist eher gerührt, wenn man von jemandem nach Hilfe gefragt wird als dass man „geschockt“ ist oder dem Gegenüber mit negativen Gedanken gefüllt gegenübersteht.

 

  1. „Du MUSST mir helfen, ich kann das nicht alleine!“

Falsch. Du wirst wenig Erfolg dabei haben, wenn du deine Umgebung dazu zwingst, dir zu helfen. Vielleicht hast du irgendwann dann deine Hilfe bekommen, aber war sie dann ehrlich? Oder hatte sie einen Grund, dass du sie dir erzwingen musstest? Ich möchte das alles nicht pauschalisieren. Das Wort „ zwingen“ ist auch ein weit gefächerter Begriff. Aus welchen Gründen dir nicht direkt entgegen gekommen ist, ist ebenfalls SEHR weit gefächert.

Ich bin von zuhause ausgezogen, wohne alleine und plötzlich:Stromausfall. Was mache ich? Ich rufe meine Mutter an. Meiner Mutter sagt mir nach drei Hilferufen, dass sie jetzt nicht zu mir kommen wird, um mir zu helfen. Hm. Vielleicht will meine Mutter mir damit aber nur klar machen, dass ich mal alleine damit zurecht kommen muss und  die Ursache für den Stromausfall ausfindig zu machen und hat  gemerkt, dass ich anfangen muss, mich mal alleine damit  beschäftigen muss. Klar, die Situationen, in denen man meint auf Hilfe angewiesen zu sein, sind mal wieder in verschiedenen Ebenen zu unterteilen. Der Fall „ Stromausfall“ also nur zur Veranschaulichung :).

Vielleicht meinen die „Neinsager“ auch nur was gutes, weil sie potential in dir sehen, dass Du wachsen kannst, indem Du selbstständiger wirst, weil du es KANNST. Eine Ablehnung ist demnach also nicht unbedingt was schlechtes! Vielleicht ist dein Gegenüber aber selber nicht bereit zu helfen, weil er/sie selber Hilfe benötigt.

Was ich Dir aber damit sagen will ist: Weg mit „ Ich kann das nicht alleine“. WEG MIT NEGATIVEN GEDANKEN! Sie sind so störend und belastend für dein Inneres. SIE KOSTEN SO VIEL KRAFT. Wenn du es mal probierst, selbst wenn du einmal, zweimal oder dreimal merkst, dass es noch nicht ganz ohne Hilfe klappt, kommst Du deinem Ziel immer ein Stück näher, weil Du aus jedem Versuch lernst und wächst.

Und zum Schluss: Du hast ein Ziel. Dieses Ziel sei nun, der Sonne möglichst nah zu sein, um ihre Wärme zu spüren. Du besteigst also den höchsten Berg, um an Dein Ziel zu gelangen. Auf dem Weg dorthin begehst Du die größten Klippen, der Weg wird schlechter und immer steiler. Nur Du kannst den Weg gehen, um an dein Ziel zu gelangen. Du nimmst dir einen Stock als Stütze. Dieser Stock ist dein ständiger Begleiter, den du in der Hand hälst. Vielleicht bricht er mal ab, aber in diesem Wald findest Du schnell eine neue Stütze. Letztendlich bist du oben angekommen und genießt die Wärme und DEINEN Erfolg.

Jetzt übertrage das einmal auf dein Leben. Um an dein Ziel zu gelangen, sei nun die Stütze deine Freundin/ deine Mutter / dein Bekannter, aber dennoch bist du diejenige Person, die laufen muss und wird. 🙂 

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:)))

 

 

 

 

 

 

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