Warum Schminkvideos mehr Klicks haben als Videos, die sich mit dem Leben beschäftigen

Wenn man sich die Plattform YouTube ansieht, so stellt man schnell fest, dass sich die meistgeklickten Videos in Form von Beauty, Pranks oder Challenges widerspiegeln.

Und es gibt mehr wenige bekannte YouTuber, die ihre Videos mit wirklichen Lebensweisheiten füllen. Ganz wichtig!-> Ich will das hier nicht verallgemeinern. Es gibt natürlich auch Youtuber, die „Quatsch“ vor der Kamera machen oder Sketche produzieren, hinter denen auch eine relevante Message steckt.

Aber zurück zu den meist geklickten Videos: Einige YouTuber werden verherrlicht. Fans verfolgen ihre Idole auf allen Plattformen, um ihnen nah zu sein und um immer mehr über diese zu erfahren- dementsprechend steigern sich auch die Klicks.

Doch warum ist das so? Viele Jugendliche- gar Kinder- sehen ein Vorbild in den Youtubern, das ist auch völlig okay. Doch viele davon schauen auf ihre Idole hoch und versinken in sich, da sie selbst irgendwann so werden wollen wie ihre Vorbilder- fangen aber nicht an! Naja gut, die meisten sind auch noch Kinder oder junge Jugendliche, aber selbst die, die etwas erreichen könnten , fangen nicht an, sondern sitzen 24/7 vor diesen Videos.

Ich habe mich selbst beobachtet und konnte feststellen, das selbst ich  zu jüngeren Vloggern hochgeschaut habe, während ich meine Vision habe. Bis dieser Moment kam, indem mir DAS klar geworden ist. Man erreicht nichts, wenn man passiv am Leben teilnimmt und sich darüber beschwert, wie gut es anderen Leute geht.Auch wenn man nicht vergessen darf, dass die Leute täglich pro Video mehrere Stunden Arbeit hinein investieren.

Die Klicks steigen und steigen, indes die Zuschauer oder Fans immer deprimierter werden, weil sie gleichzeitig beobachten können, dass 20 jährige YouTuber plötzlich spontan eine Woche auf die Malediven fliegen.

Für junge Zuschauer mögen Videos, in denen es um das Wirkliche geht- wie Persönlichkeitstraining, Motivationstraining oder Bewältigungsstrategien, die alle Bereiche des Lebens betreffen- nicht ansprechend genug sein bzw. auch noch nicht relevant. Coaching Videos helfen einem auf dem Weg von Vision zur Realität, sie dienen als Hilfswerkzeug, als Stütze.

Weiterer Punkt, weshalb Beautyvideos deutlich mehr Klicks haben, sind, dass die jüngere Altersgruppe deutlich stärker vertreten ist als die Ältere. Das macht es jüngeren YouTubern einfacher, schneller erfolgreich zu werden als älteren YouTuber, die einen anderen Content verfolgen, der für die jüngere Generation nicht ansprechend wirkt. Jedenfalls in Relation.

Ich finde es schade, dass oftmals totaler Bullshit so gefeiert wird. Aber den Leuten scheint es zu gefallen. Während ich mir sicher bin, dass mindestens 50% der Leute, die sich täglich Videos anschauen, eine ähnliche Vision haben. Gleichzeitig freut es mich für die YouTuber, die mit ihrem Content erfolgreich sind ( sei es den Weg von zu Hause bis zum Bäcker zu filmen), denn sie haben Bock dadrauf und investieren Zeit in die Produktion ihrer Videos.

Ich habe mich gefragt, ob das nicht unfair ist. Es gib Menschen, die schminken sich mit 18 Jahren vor der Kamera, laden es hoch und werden nach Monaten  erfolgreich. Dann gibt es Leute, die über das WIRKLICHE Leben sprechen und sich einen Kopf darüber machen, wie man welchen Bereich des Lebens möglichst kurz und explosiv nach außen hin trägt. Doch man darf nicht vergessen: Zuschauer schauen sich Schminkvideos an und erfreuen sich darüber für einen Tag oder fühlen sich für die nächste Party perfekt vorbreitet. Andere Zuschauer schauen sich Motivationsvideos an und haben ein ganzes Leben was davon. Auch wenn die Klickanzahl in Relation geringer ist, so hat der Content eine größere Wirkung auf die Zuschauer als Schminkvideos.

Alles hier ist bloß angeschnitten und ist auf verschiedenen Ebenen noch deutlich mehr auszuholen. Über expliziete Unterthemen/ Interessen zum Thema „YouTube und  erfolgreich werden“ würde ich mich freuen!

3 Kommentare zu „Warum Schminkvideos mehr Klicks haben als Videos, die sich mit dem Leben beschäftigen

  1. Hallo Alex,

    dein Artikel beschreibt ganz gut meine Erfahrungen im Netz.

    Ich habe vor geraumer Zeit ein Projekt begonnen bei dem ich Spenden an Organisationen verteilen will. Welche das sind entscheidet immer wieder die Community. Geld wird von der Community nicht eingefordert sondern fließt über Werbung. Also keinerleichtert Aufwand außer der Aufmerksamkeit. Die ist sicher ein hohes Gut in der heutigen Zeit des Informationoverloads, aber die Aufmerksamkeit versickert im Netz tatsächlich in einem Meer aus Nichtigkeiten.
    Bei einem Testlauf mit 200 Euro die ich zur Verfügung gestellt hatte, sollten TwitterUser in einer Umfrage eine von 4 Hilfsorganisationen für die Spende auswählen. Trotz reichlicher Viel gab es nicht eine Interaktion. Diese Umfragen liefen vorher mit niedrigeren Summen aber mit dem gleichen Ergebnis.
    Zur selben Zeit erreichte eine Userin mit der Frage nach dem Lieblingsbelag fürs Frühstücksbrötchen zahlreiche Antworten.

    Was mich allerdings am meisten überrascht hat, war das es selbst im Dunstkreis von sogenannten „Gutmenschen“ mit einer hohen Zahl an Followern trotz hoher Viel nicht eine Frage an mich gestellt wurde was ich da eigentlich genau mache.

    Entweder ist die Netzwelt zu oberflächlich oder eben in ihrer speziellen Spähre gefangen und lässt nix anderes mehr zu.

    Ich bleibe aber am Ball.

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    1. visionsbecomereality 11 Jan 2017 — 10:38

      Hey Lars,

      vielen Dank für dein Kommentar. Weniger schön ist natürlich das, was du beschreibst. Ich finde deine Äußerung mit der Sphäre ziemlich passend. Ich denke, dass das Internet heute als Medium genutzt wird,um sich selbst nach außen hin zu präsentieren, was ja grundsätzlich nicht falsch ist. Es kommt eben auf die Intention an und auf das, was dahinter steckt. Leider sieht man, dass die Aufmerksamkeit die du beschreibst, viel weniger Bedeutung bekommt als tatsächlich das Beispiel, welches du beschrieben hast. Somit übersteigt wohl die belanglose Sphäre die relevante Sphäre. Sicherlich gibt es auch zahlreiche Bespiele in denen das Internet seine Funktion erfüllt wie man es sich vorstellt. Aber in Relation- vorallem auf YouTube – sehe ich das leider nicht.

      Liebe Grüße, Alex 🙂

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  2. Ein schön neutral geschriebener Artikel zu einem sehr relevanten Thema! Letztendlich liegt es in der Verantwortung von jedem selbst, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Solange Youtuber dabei „unterstützen“ machen sie einen super Job!
    Mach weiter so 🙂
    Liebe Grüße
    Stefan

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